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Meine ersten 30 Tage auf LingQ

  • 16. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. März 2023

Meine ersten 30 Tage auf LingQ sind rum und ich möchte euch hier meine Erfahrungen mitteilen. Ich gehe hier nicht darauf ein, WIE LingQ funktioniert, sondern, wie ich bisher mit der Plattform klar komme und ob ich Fortschritte sehe.


Ich habe monatelang versucht, Ungarisch zu lernen. Habe dabei ein Dutzend Apps ausprobiert, einige Bücher und einen Sprachkurs gekauft, bis ich auf LingQ stieß.

Mir war schnell klar, dass es genau das ist, wonach ich gesucht habe, da ich vorher viel über die Birkenbihl-Lernmethode gelesen hatte und ich mir das Dekodieren bereits angeschaut habe. Ich wollte einfach weg vom langweiligen Vokabeln lernen anhand Karteikarten und etwas finden, das wirklich Spaß macht und langfristig motiviert.


Ich habe zuerst die kostenlose Version von LingQ ausprobiert, doch sie reicht meiner Meinung nach nicht aus, um die Plattform kennenzulernen. Deshalb habe ich mich schnell entschieden, das Monatsabo zu kaufen und intensiv zu nutzen, um zu entscheiden, ob ich es verlängere oder sogar ein Jahresabo kaufen.


Statistik

Nach 30 Tagen sieht meine Statistik wie folgt aus:

(Hinweis: LingQs sind einzelne Vokabeln, Phrasen oder ganze Sätze, die man sich markiert und dann angibt, wie gut man sie schon kann.)


Auffallen wird, dass ich 0 Sprechstunden und nur 66 geschriebene Wörter habe. Das liegt daran, dass ich mich aktuell wirklich zu 100% aufs Lesen und Hören konzentriere. Des Weiteren habe ich nicht ganz die Hälfte der erstellen LingQs auch gelernt oder im Status "bekannt". Insgesamt habe ich laut LingQ über 48.000 Wörter gelesen (inkl. Wiederholungen).


Was ich an LingQ mag

Aktuell kann ich meine Erfahrungen mit LingQ nur anhand der einen Sprache (Ungarisch) festlegen. Ob und wie es mit anderen Sprachen, die ich gerne in Zukunft irgendwann lernen möchte, gut funktioniert, weiß ich nicht. Denn wirklich interessant wird es, wenn die Sprache ein anderes Alphabet benutzt.


Was ich aber bisher wirklich mag, sind folgende Punkte:

  • Es gibt Lektionen, die auf komplette Anfänger zugeschnitten sind - also wirklich ab A1

  • Es gibt die Möglichkeit, E-Books oder Texte aus dem Internet zu importieren und damit zu arbeiten.

  • Man kann Youtube Videos importieren, wenn diese den passenden Untertitel haben.

  • Es gibt ein Community-Forum, in dem man Fragen stellen oder sich über bestimmte Themen unterhalten kann

  • Man kann selbstgeschriebene Texte einreichen und diese werden von der Community korrigiert

  • Es gibt eine Streak-Anzeige und genaue Statistiken, die mich motivieren

  • Man kann sich die Audios der einzelnen Lektionen zu einer Playlist zusammenstellen und diese im Repeat anhören.

Gibt es auch etwas, was ich nicht mag? Zu aktuellem Zeitpunkt nur der Punkt, den ich im folgenden Absatz erkläre.


Wort wirklich gelernt oder auswendig gewusst?

Das, was mir nach einiger Zeit aufgefallen ist und bis heute verunsichert, ist folgendes:

Wenn ich eine Lektion durchgearbeitet habe, also alle LingQs erstellt sind, lese ich diese Lektion die folgenden Tage immer wieder durch, bis ich nach ein paar Wochen alle LingQs in dieser Lektion als "gelernt" oder "bekannt" markiert habe. Wenn ich dann den Text lese, weiß ich genau, was da steht.

Aber weiß ich es, weil ich die Wörter verstehe oder weiß ich es, weil ich den Inhalt auswendig kenne?

Ich habe das Gefühl, dass letzteres zutrifft, weil ich viele der einzelnen Wörter sehr wahrscheinlich nicht verstehen würde, wenn ich sie einzeln, also ohne den ganzen Satz, lesen würde. Zum Beispiel als Karteikarten.


Deswegen habe ich Bedenken, ob die Methode, wie ich sie nutze, wirklich hilft. Ich lese viel im Community-Forum von LingQ und versuche herauszufinden, ob es wirklich so gedacht ist oder ob ich einen "Fehler" beim Lernen mache. Aber bisher bin ich noch nicht schlau daraus geworden.

Ich werde mich jedoch von diesen Bedenken vorerst nicht beirren lassen und werde schauen, wie es sich in ein/zwei Monaten verhält.


Merkbare Fortschritte

Ich kann ohne Zweifel sagen, dass ich durch die LingQ-Methode Vokabeln dazulerne. Das merke ich im Alltag, wenn ich Dinge sehe und dann die ungarische Übersetzung im Kopf habe. Meistens sehe ich sogar in Gedanken die Lektion vor mir, wo dieses Wort drin vor kam.


Darüber hinaus schaue ich mir ab und zu auch mal grammatische Themen an, wenn ich mich in einem Satz über eine bestimmte Form eines Wortes wundere. So zum Beispiel habe ich mich mit dem Thema der bestimmten und unbestimmten Konjugationen beschäftigt, nachdem ich mich gewundert habe, warum das Wort für "ich schreibe" mal als "írom" und mal als "írok" genutzt wird. Seitdem weiß ich worauf ich bei Verbkonjugationen unter anderem achten muss.


Lerne ich ausschließlich mit LingQ?

Nein. Ich nutze nebenbei noch andere Ressourcen wie Youtube oder die App Drops. Hauptsächlich um ein bisschen Abwechslung in meinen Lernalltag zu kriegen.


Schnell und effektiv Sprachen lernen mit LingQ

Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass LingQ DIE ultimative Lösung zum Sprachenlernen ist, aber es macht ohne Frage mehr Spaß als viele andere Lösungen. Ob es schnell geht? Nein, denn Sprachen lernen ist immer ein langwieriger Prozess. Ob es effektiv ist? Das sehen wir hoffentlich in ein paar Monaten.


Wenn euch das Thema LingQ und Sprachen lernen mehr interessiert oder ihr Fragen dazu habt, schreibt mir doch in den Kommentaren. :)


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Ich bin Jasmin, wohne in Hamburg und erzähle euch hier in meinem Blog alles über mich, meine Hobbys und meine Gedanken.

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